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Die Weinberge müssen das ganze Jahr über
gepflegt werden. Wenn die Blätter abgefallen sind, werden alte
Sprosse entfernt. Danach folgt der Winterschnitt und im Frühjahr
die Entfernung überzähliger Schosse und Sprosse, um die
Qualität zu verbessern. Dazu gehört auch die Schädlingsbekämpfung
und die Auspflanzung der Stecklinge.
Die Weinlese beginnt, wenn die Trauben ihren
idealen Reifegrad erreicht haben. Zur Bestimmung des richtigen Zeitpunktes
werden Kriterien wie Säure, voraussichtlicher Alkoholgehalt
und vor allem der Phenolgehalt herangezogen. Die Lese erfolgt von
Hand; die Trauben werden am Weinstock ausgewählt.
Danach kommen die Trauben in die Kellerei,
wo die Weinherstellung beginnt. Je nach Wein werden verschiedene
Prozesse durchlaufen: Kohlensäure Maischung, junge Weine, Crianza-Weine
oder Reserva-Weine.
Für die Gärung wird eigene, auf
dem Weingut hergestellte Hefe verwendet. Auf diese Weise soll ein
einzigartiger und charakteristischer Wein entstehen. Dafür
wird wenige Tage vor der Weinlese eine Schicht ausgewählter
Trauben aus der Lage Pago de la Pintora vorbereitet, die später
in die Gärtanks gefüllt werden, um die Gärung zu
in Gang zu setzen.
Die Maischungszeit, während der der Most mit den Beerenschalen
in den Tanks vergärt, ist von Wein zu Wein unterschiedlich.
Junge Weine werden bei niedrigen Temperaturen vergoren, und die
Maischung beträgt 8 bis 10 Tage. Dagegen werden Crianza- und
Reserva-Weine bei hohen Temperaturen vergoren, und die Maischung
verlängert sich auf 12 bis 17 Tage.
Die Crianza-Weine werden in Eichenfässern
gelagert (Crianza-Weine 12 Monate, Reserva-Weine 24 Monate). Während
dieser Zeit nimmt der Wein durch den langsamen Oxidationsprozess
in den Barriquen das Eichenholzaroma auf. Diese Aromen verbinden
sich später während der 12-monatigen Flaschenreifung mit
den weineigenen Fruchtaromen.
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